Bei strahlendem Sonnenschein ging am letzten Septemberwochenende auf dem Odenwaldring die diesjährige Internationale Meisterschaft im Supermoto zu Ende, und bei den Punkteständen der vier nach dem vorletzten Renntag die Tabelle anführenden Piloten ( 200/182/173/160 ) wurde es auf der Kartbahn in Schaafheim nochmal so richtig spannend; allerdings nicht nur, was die Rennverläufe anging. Schon für die Saison 2016 hatten wir an dieser Stelle die Frage gestellt; „Quo vadis Supermoto (I)DM?“

 

Am Ende der Saison 2018 ist diese Frage nicht nur nicht beantwortet, sondern aktueller denn je. Und so hatte der ADAC für Samstabend zu einer Informationsveranstaltung geladen, um im Austausch mit Fahrern und Teams eine Antwort zu finden. Dem Vernehmen nach ging es in der Hauptsache um Geld, und logischerweise schlugen im Verlauf der hitzigen Diskussion die Emotionen teilweise zwar hoch, ein stichhaltiges Ergebnis, wie es denn nun im nächsten Jahr tatsächlich weitergehen soll, ist jedoch nicht überliefert. Insofern kursierten am Finalsonntag im Fahrerlager die unterschiedlichsten Sichtweisen, Gerüchte und Spekulationen; je nachdem, mit wem man sich unterhielt. Fakt scheint jedenfalls zu sein, dass verschiedene Optionen im Raum stehen, die bislang aber sämtlich nicht ausdiskutiert sind. Wir wollen uns deshalb derzeit nicht an der Gerüchteküche beteiligen, werden Euch aber informieren, sobald es etwas Handfestes zu berichten gibt. Und das wäre umso besser umso früher. Denn nicht nur die Fahrer müssen planen, sondern auch die, die sie als auch die IDM unterstützen /wollen.

Zurück also zu den feststehenden Fakten:


Markus Class sicherte sich im Zeittraining die Pole Position vor Marc-Reiner Schmidt, André Plogmann und Andreas Buschberger. Simon Vilhelmsen, Jan Deitenbach, Bernhard Hitzenberger, Max und Peter Banholzer bildeten die zweite Startreihe.

Der Start des 1. Laufs lieferte mit einem Holeshot des in dieser Saison eher glücklosen André Plogmann das erste Überraschungsmoment des Tages, dahinter folgten Marc-Reiner Schmidt, Markus Class und Andreas Buschberger. Das Trio an der Spitze des Fahrerfeldes konnte Nach Holeshot Andre Plogmann anfangs Off-Road Supermoto IDM Schaafheim 2018sich unter der Führung Plogmanns schnell vom Rest des Fahrerfeldes absetzen, während Markus Class seinem Vordermann Schmidt zusetzte und schließlich an ihm vorbei auf die zweite Position zog. Binnen dreier Runden musste sich auch André Plogmann Class´ energischem Drängen geschlagen geben und sich mit Platz 2 begnügen. Während dessen hatte Jan Deitenbach sich auf der fünften Position an Andreas Buschbergers Fersen geheftet, fiel dann aber zurück und machte Platz für Simon Vilhelmsen. Markus Class gewann den ersten Lauf vor André Plogmann und Mark-Reiner Schmidt. Andreas Buschberger konnte die vierte Position erfolgreich verteidigen, Simon Vilhelmsen, der während der Saison gesundheitlich deutlich angeschlagen war, wurde Fünfter vor Jan Deitenbach und Markus Volz, der damit seinen Anspruch auf den dritten Platz in der Gesamtwertung festigte.

Nach dem Start des 2. Laufs war es erneut André Plogmann, der mit einem Holeshot überraschte und vor Marc-Reiner Schmidt auf der zweiten und Markus Class auf der dritten Position in die erste Kurve ging. Kurz darauf stürzte Schmidt, so dass auch Markus Class Marc Reiner Schmidt Sturz Supermoto IDM Schaafheim 2018vorbeirauschen und die zweite Position hinter Plogmann einnehmen konnte. Dort blieb er jedoch nur kurz, bevor er die Führung des Feldes übernahm. Schmidt war nach seinem Sturz weit nach hinten zurückgefallen, aber die unverzüglich gestartete Aufholjagd brachte ihn schnell wieder auf die vierte Position hinter Vilhelmsen, der dem Druck des eindeutig schnelleren Schmidt mit einiger Nervenstärke beachtlich lange standhalten konnte. Letztlich ging Schmidt jedoch vorbei, kam danach aber nicht mehr auf Schlagweite an Plogmann Podium Andre Plogmann Markus Class beim Sektduschen Supermoto Schaafheim 2018heran. EPodium Andre Plogmann Markus Class Marc-Reiner Schmidt Supermoto Schaafheim 2018twas weiter hinten lieferten sich Markus Volz und Jan Deitenbach einen heißen Fight um die sechste Position, den Volz für sich entscheiden konnte. Das Podium des zweiten Finallaufs war ein Duplikat des ersten: Markus Class gewann vor André Plogmann, der an diesem Tag seine mit Abstand beste Leistung der Saison zeigte, und Marc-Reiner Schmidt. Simon Vilhelmsen wurde Vierter vor Andreas Buschberger und Markus Volz, dem damit der dritte Platz in der Gesamtwertung sicher war.

Unter dem Jubel des Publikums gab es zum Abschluss der Saison die früher obligatorische Ehrenrunde aller Fahrer mit anschließender Showeinlage. Vielen Dank an dieser Stelle an Jan Deitenbach, Peter und Max Banholzer, Peter Mayerbüchler, Bernie Hitzenberger und Markus Volz, die mit ihren Wheelies, Stoppies und Burnouts die Tradition aufrecht hielten und daran erinnerten, dass zum Supermoto, außer dem Streben nach dem Sieg, vor allem eins gehört: Spaß an der und für die Sache.

Max Bannholzer im Nebel der Supermoto IDM Schaafheim 2018 Peter Mayerbüchler Showact der Supermoto IDM Schaafheim 2018Jan Deitenbach Showact der Supermoto IDM Schaafheim 2018Berni Hitzenberger Showact der Supermoto IDM Schaafheim 2018Max Bannholzer Showact der Supermoto IDM Schaafheim 2018Auf Wiedersehen Burnouts für die Supermoto IDM 2019

Mit Abschluss der Saison heißt es Abschied nehmen u.a. von drei Fahrern, die in den letzten Jahren das Geschehen des Rennzirkus rund um die IDM mitgeprägt haben und eigentlich aus der Szene auch gar nicht wegzudenken sind. Markus Volz verabschiedet sich nach 30 Rennsportjahren vom Supermotosport, Markus Class wird sich im nächsten Jahr ebenfalls anderweitig orientieren, und auch Harro Wirtz, Gesicht und Organisator des Ü40-Cups hängt mit Ende der Saison seinen Helm an den Nagel.Aber vielleicht, vielleicht ist der Gedanke an eine Ü60 Meisterschaft in Harro so motovierend, dass der Versuch eines Öchers dieser etwas anderen Art der Ü`ler Realtität wird, vielleicht.
Wir danken Euch für viele Stunden Kurzweil und Entertainment und wünschen Euch für die Zukunft alles Gute.

Allen anderen Fahrer bleibt derzeit nur abzuwarten, wie, und ob es überhaupt mit der Supermoto IDM weitergehen wird. Je länger diese Entscheidung jedoch hinausgeschoben wird, desto wahrscheinlicher dürfte es sein, dass Fahrer, Teams und Sponsoren sich mangels Planungssicherheit zu anderen Ufern aufmachen werden. Insofern kann man nur hoffen, dass möglichst bald eine Entscheidung fällt und es auch nach Abschluss der Saison 2018 heißen kann: Nach der Saison ist vor der Saison.

Wie immer an dieser Stelle bedankt RD Foto sich für die zurückliegende Saison und Eure Bereitschaft, uns auch dann bereitwillig Rede und Antwort zu stehen, wenn Euch der Sinn eigentlich nach Anderem steht.


Die letzten Worte der Saison 2018 sollen nun den Hauptprotagonisten des Supermotosports gehören: den Fahrern.

„Für mich war das ein anstrengendes Jahr, insbesondere mit Markus Volz ging der Kampf ja wirklich bis zum letzten Rennen. Anfang der Saison hatten wir uns in Harsewinkel ja etwas in den Haaren, aber wir haben uns ausgesprochen und sind danach auch superfair miteinander umgegangen, hatten beide Spaß bei den Rennen, auch wenn wir gerade heute natürlich auch ziemlich angespannt waren. Für Jan Deitenbach Supermoto IDM Schaafheim 2018mich war das meine beste S1 Saison, deshalb bin ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Allerdings habe ich mir fürs nächste Jahr natürlich vorgenommen, wenigstens einen Platz weiter nach vorne zu kommen. Die Saison 2019 werde ich also definitiv noch fahren, aber danach werde ich -10 Jahre nachdem ich mit Nico ( Joannidis ) und Julian ( Becher ) den Weltmeistertitel geholt habe- als Fahrer die Segel streichen. Trotzdem werde ich dem Sport verbunden bleiben, jedoch in anderer Funktion, und ganz sicher werde ich das ein oder andere Mal auch nochmal zum Spaß das Motorrad herausholen und fahren, aber in der Intensität wie bisher geht das nicht mehr. In drei Wochen werde ich noch beim Superbiker in Mettet fahren, zum ersten Mal in meinem Leben, und darauf freue ich mich schon riesig, bin allerdings -ehrlich gesagt- auch ziemlich aufgeregt deswegen. Im Oktober werden wir dann nochmal News rausgeben, weil Ende November noch etwas Größeres ansteht, und dann geht’s erstmal in die Winterpause. Mit dem Tag heute bin ich total zufrieden, vor allem die Showeinlagen nach dem zweiten Rennen haben riesig Spaß gemacht. Der ganze Druck ist nach dem Finale weg, und es gefällt mir, den Leuten danach noch Entertainment und Showeinlagen zu bieten. Damit bin ich in diesem Sport groß geworden, und ich glaube, das ist es auch, was die Leute sehen wollen. Leider hat das in den letzten Jahren extrem nachgelassen, aber vielleicht gelingt es ja, wieder etwas mehr zu den Ursprüngen zurück zu kommen. Zu hoffen wäre es jedenfalls.

( Jan Deitenbach )

 

„Der Start beim ersten Rennen war mit dem Holeshot einfach perfekt, danach habe ich erstmal versucht, einen Rhythmus zu finden, dachte mir aber gleichzeitig, dass Markus und Marc-Reiner sicher bald kommen würden. Überraschenderweise hat das aber ziemlich lange auf sich Jan Deitenbach Supermoto IDM Schaafheim 2018warten lassen, sodass ich ziemlich lange in Führung lag. Blöderweise habe ich dann aber ein paar Fehler eingebaut, wahrscheinlich war ich doch ziemlich nervös, und bei so einer Gelegenheit ist Markus dann vorbei Das zweite Rennen verlief ja ähnlich, obwohl ich von den Zeiten her etwas konstanter war als beim ersten Lauf, von daher lief das zweite Rennen für mich sogar noch besser als das erste.

Megageil, besser hätte das Wochenende gar nicht werden können. Wenn du mich in Cheb oder Oschersleben gefragt hättest, ob ich nächste Saison wieder dabei bin, hätte ich Nein gesagt, aber jetzt habe ich wieder richtig Bock auf Supermoto. Ich habe mich die ganze Woche auf die Veranstaltung gefreut, alles war super organisiert, die Strecke hat richtig Spaß gemacht, und wenn du dann nach einer eher bescheidenen Saison merkst, dass es doch noch funktioniert, dann willst du auch nicht aufhören. Sollte es im nächsten Jahr mit der IDM weitergehen, gehe ich davon aus, dass ich auch wieder dabei sein werde.“

( André Plogmann )

 

„Beim Zeittraining hat sich ja schon gezeigt, dass es zwischen Markus, André und mir heute spannend werden würde und wir die Rennen wahrscheinlich unter uns entscheiden würden. Allerdings war für mich war heute bei 18 Punkten Vorsprung in erster Linie wichtig, die Marc-Reiner Schmidt Supermoto IDM Schaafheim 2018Rennen nach Hause zu bringen, weil es heute um die Meisterschaft ging, und die ist dann doch wichtiger als ein Tagessieg. Trotzdem waren die Rennen extrem spannend, vor allem nach meinem Patzer im zweiten Lauf und ich freue mich, dass ich mein Ziel für dieses Jahr erreicht habe. Heute Abend wird es bei der Meisterfeier hoffentlich nochmal richtig krachen, und danach fangen wir langsam schon mit den Planungen fürs nächste Jahr an. Im Moment kann ich noch nicht sagen, wie es weitergeht.

Derzeit steht ja vieles noch in den Sternen, Team, WM, EM, welche Reifen dürfen gefahren werden usw. Ich will jetzt nicht sagen, ich fahre WM, wenn noch gar nicht feststeht, ob es eine WM geben wird, und wie es in Deutschland weitergeht, weiß man ja auch noch nicht. Es ist zwar etwas im Gespräch, aber man hat eben nichts festes. Ich lass mich überraschen, wenn die Termine feststehen, werde ich entscheiden, wie es weitergeht nächstes Jahr. Mit Metzeler ist es dieses Jahr sehr gut gelaufen, wir waren absolut erfolgreich, die Zusammenarbeit ist exzellent, und ich habe auch meinen Spaß beim Reifentesten und -entwickeln, insofern habe ich natürlich auch kein Interesse an einem Wechsel. Wenn alles gut läuft, werde ich auch im nächsten Jahr wieder mit L30 am Start sein. Entschieden und unterschrieben ist allerdings noch nichts, weil ich das immer erst mache, wenn ich weiß, was los ist, aber ich bin optimistisch, dass es so weitergehen wird.“

( Marc-Reiner Schmidt )

 

„Am Anfang ist es ja nicht so gelaufen, gestern im Zeittraining haben wir etwas Neues ausprobiert, damit bin ich allerdings nicht besonders zurechtgekommen. In der vorletzten Runde hat´s mich dann geschmissen, in der letzten Runde habe ich auch einen Rutscher, da war´s dann auch vorbei, so dass ich letztlich nur Neunter war. Die dritte Startreihe ist jetzt nicht so eine gute Ausgangsposition, und beim erstenPeter Bannholzer Supermoto IDM Schaafheim 2018 Rennen hat´s beim Start auch nicht richtig funktioniert, sodass ich im ersten Rennen als Neunter durchs Ziel ging. Beim zweiten Rennen wurde ich Achter, bin ich am Start super weggekommen, konnte mich danach auch behaupten, so dass ich jetzt Sechster in der Gesamtwertung bin. Markus Class hat mich zum Schluss in der Gesamtwertung noch überholt, aber das war ja vorauszusehen. Im Großen und Ganzen passt es, aber ich werde ganz sicher mehr Supermoto trainieren, weil ich im Off Road zwar schnell bin, es auf dem Asphalt mit dem Tempo aber besser sein könnte. Im nächsten Jahr möchte ich auf jeden Fall wieder die Deutsche fahren, vielleicht auch ein bisschen Italienische Meisterschaft, und nachdem immer mehr der älteren Fahrer sich aus dem Sport verabschieden, ist es an der Zeit, dass die jungen Fahrer zum Zug kommen.“

( Peter Banholzer )


Das Zeittraining war gut, vom 4. bis eigentlich 10. Platz war es sehr knapp, aber ich habe mich trotzdem durchsetzen können und beim Rennen konnte ich mich nach den ersten drei Fahrern ebenfalls als schnellster Fahrer bestätigen. In der Gesamtwertung ging es für mich Andy Buschberger Supermoto IDM Schaafheim 2018eigentlich dieses Jahr (verletzungsbedingt) um nichts mehr, aber mit Schaafheim hatte ich vom letzten Jahr sowieso noch eine Rechnung offen (Anmerkung: am Samstag hatte er sich verletzt, weshalb er des sonntags nicht starten konnte), von daher bin ich mit dem Verlauf heute sehr zufrieden. Mein Fokus fürs nächste Jahr liegt auf jeden Fall wieder auf der Deutschen Meisterschaft, aber das hängt natürlich davon ab, ob sie was Gutes auf die Beine stellen, oder nicht, und ich hoffe auch, dass ich dabei wieder von Michelin unterstützt werde. In Österreich war mein Ziel für dieses Jahr schon der Meistertitel, aber das ist verletzungsbedingt natürlich auch nicht aufgegangen. Klar, dass ich da im nächsten Jahr auch mal schauen werde, dass ich den Staatsmeister heimbringe. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass die Saison verletzungsfrei bleibt, dass der Speed stimmt, und ich bei allem möglichst weit vorne mitfahren kann.“

( Andreas Buschberger )

 

Nach einem schwierigen Jahr war das für mich ein wirklich gutes Wochenende. Die Nachwirkungen meines Sturzes zu Anfang der Saison hat mich um einiges zurückgeworfen, sodass es für mich ein ziemlich trauriges Jahr war. Von daher bin ich sehr glücklich, dass ich mit dem guten Ergebnis heute den siebten Platz in der Gesamtwertung erreichen konnte. Mit den Rennverläufen heute bin ich zufrieden, vor allem Simon Vilhelmsen Supermoto IDM Schaafheim 2018der Fight mit Marc-Reiner hat Riesenspaß gemacht. Er ist ein sehr schneller Fahrer, und als er im Off Road die Gelegenheit sah, an mir vorbeizukommen, hatte ich einfach auch nichts entgegenzusetzen. Als ich dann hinter ihm war, hatte ich auch keine Chance zum Kontern mehr, weil er einfach viel zu schnell war. Trotzdem hat es Spaß gemacht, hinter ihm herzufahren und mich von ihm ziehen zu lassen, von daher war das für mich ein guter Saisonabschluss. Im Moment bin ich allerdings noch nicht sicher, wie es für mich in der nächsten Saison weitergeht. Ich muss für die Rennen natürlich jedes Mal aus Dänemark anreisen, was sowohl aus finanzieller als auch zeitlicher Hinsicht teilweise schwierig ist. In diesem Jahr hat das Team von Michelin und MH Racing mich in jeder Hinsicht unterstützt, und dafür bin ich den Jungs unglaublich dankbar. Ich hoffe deshalb sehr, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein und zeigen kann, dass ich mehr kann, als ich in diesem Jahr liefern konnte.“

( Simon Vilhelmsen )

 

„Ich bin nach 2017 hier nicht mehr gefahren, deshalb war ich am letzten Dienstag hier, um ein bisschen was auszuprobieren, ob alles stimmt vom Setup her, und ein Gefühl für die Strecke zu bekommen. Mit dem Wochenende bin ich soweit zufrieden, im Zeittraining konnte Markus Class Supermoto IDM Schaafheim 2018ich die Pole sichern, zwar erst in der vorletzten Runde, aber das ist ja letztlich egal. Im ersten Rennen hatte ich beim Start etwas Probleme mit der Kupplung weil der Druckpunkt irgendwie komisch war. Nach dem 1. Lauf haben wir dann alles ausgewechselt und beim 2. Start lief es dann auch viel besser, aber trotzdem habe ich es nicht geschafft, als Erster in die Kurve zu komm –Vierter-, im zweiten Lauf Dritter, und beide Male konnte ich nach vorne vorfahren und die Läufe gewinnen. Ich bin mit meiner Leistung absolut zufrieden und bin jetzt bereit für Mettet in drei Wochen. Bis dahin werde ich mich noch etwas vorbereiten, weil die Rennen dort etwas länger sind, und dann bin ich zuversichtlich, dass ich dort auch wieder Top Drei fahren kann. Im nächsten Jahr wäre die WM für mich schon interessant, aber im Moment sieht es nicht danach aus, dass das zeitlich für mich zu stemmen sein könnte. Letztlich ist das eine One-Man-Show; bei den Rennen unterstützt mich Jochen zwar sehr stark, aber wenn es z. B. nach Griechenland geht, dann muss das ganze Material ja auch dorthin geschafft werden, und die ganze Vorbereitung und Organisation liegt dann bei mir. Wie es aussieht, werden in der WM fünf bis sechs Läufe gefahren, zwei davon in Übersee, und das ist für mich zusammen mit meinen Verpflichtungen in der Firma einfach zu viel Aufwand. Ich denke deshalb, dass ich mich im nächsten Jahr eher zu Hause um ein paar Dinge kümmern werde, die vielleicht auch wichtiger sind als Supermoto. Komplett aufhören mit dem Fahren werde ich nicht, ein Motorrad behalte ich auf jeden Fall und werde hier und da vielleicht auch mal ein Rennen fahren, aber so professionell, wie ich das in den letzten beiden Jahren gemacht habe, geht’s einfach nicht mehr.“

( Markus Class )

 

„Das erste Rennen ist für mich eigentlich noch gut gelaufen, von der Pace her wäre sicher noch etwas mehr möglich gewesen, wenn ich etwas schneller hätte überholen können, aber hier auf der Strecke ist das nur mit hohem Risiko möglich, und das war es mir dann nicht wert. Ich bin von 10 auf 7 vorgefahren, habe in Bezug auf Jan Deitenbach nur einen Punkt verloren, von daher war es okay, aber nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Das zweite Rennen lief dann etwas besser, von 10 auf 6 ist okay, und mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung bin ich natürlich sehr zufrieden, insbesondere auch weil das für mich heute das letzte Supermotorennen war. Beruflich steht bei mir im nächsten Jahr einiges an, sodass ich die für ein effektives Training notwendige Zeit nicht werde aufbringen können. Wenn Markus Volz sagt nach 30 Jahren Motorsport Auf Wiedersehen Supermoto IDM Schaafheim 2018ich etwas mache, dann entweder ganz oder gar nicht, von daher habe ich mich in den letzten Wochen schweren Herzens entschieden, den Supermotosport an den Nagel zu hängen. Nach 30 Jahren war das für mich eine sehr schwere Entscheidung, aber wenn ich in der IDM mitfahre, habe ich auch den Ehrgeiz, so weit wie möglich vorne mitzufahren, alles andere macht für mich keinen Sinn. Ich werde dem Sport natürlich auch weiterhin verbunden bleiben und sicher werde ich bei dem ein oder anderen Rennen auch dabei sein; wenn auch nicht als Fahrer, so doch wenigstens als Zuschauer.“

( Markus Volz )

 

 

 

 

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